Spannende Rennen, vielversprechende Wetten und ein Dreifachsieger


Das Hauptrennen war einer der spannendsten Wettbewerbe. Der Sieger der vergangenen beiden Jahre, Dr. Sjoerd van der Galien mit Automatic Frisia, lag zunächst am Ende des Feldes, lieferte sich dann aber ein klasse Rennen mit dem späteren Sieger. „Er war schon vorbei“, sagte Spangenberg, der aber noch einmal nachlegen konnte. Jan Lasterie wurde mit Jupiter Diamant Dritter.

Das wichtigste Utensil auf der „Deichtribüne“ war der Sonnenschirm. Viele Zuschauer suchten aber auch den Schatten im inneren Bereich der Rennbahn. „Ich habe in Stove noch nie einen so vollen Innenraum gesehen“, sagte der Winsener Jan von Witzleben, der die Rennen zusammen mit dem Hamburger Hans Ludolf Matthiessen kommentierte. 
Die spannenden Rennen verführten so manchen dazu, einfach mal einen Tippschein auszufüllen. „Es ist das erste Mal, dass ich wette“, sagte stellvertretender Landrat Heiner Schönecke beim Blick ins Programmheft. Ihr Glück versuchten auch Kay-Lijan und Papa Ronald. Sie waren aus Altengamme über die Elbe gekommen, hatten das richtige Näs­chen und setzten auf Roesjha Dear im achten Rennen, aber: „Leider nur fünf Euro gewonnen!“ Mehr gab es bei anderen Rennen zu gewinnen, die höchs­ten Wettquoten wurden bei den Dreierwetten im sechs­ten Rennen mit 5354 Euro und im fünften Rennen mit 7041 Euro erreicht. Insgesamt wurden 127000 Euro an Wettgewinnen ausgeschüttet.

Für ungeplante Abwechslung sorgte der Ausfall des Startfahrzeuges, dass aber nach wenigen Minuten von den Mechanikern des Stover Rennvereins repariert wurde. Selbst Zuschauer boten ihre Hilfe und Erfahrungen bei der Fahrzeugreparatur an. Das zeige, wie begeistert die Zuschauer in jedem Jahr von der Veranstaltung seien, fand Jörn Reimers, Geschäftsführer des Stover Rennvereins. 

Auch für die jüngeren Zuschauer, die dem Rennsport nicht so verfallen sind, gab es viel zu erleben und zu entdecken. So zeigten die Voltigierer ihr Können. Es gab eine Cowboyshow, Kinderschminken, Ponyreiten, eine Spielemeile, Trampolinturnen, und es durfte im Stroh getobt werden. Auch Kinder aus Tschernobyl, die sich gerade für rund vier Wochen in Scharmbeck aufhalten, nutzten die Angebote. Darüber hinaus gab es noch eine Reiteinlage auf Kamelen, bei der auch Jörn Reimers in den Sattel stieg. Er war vom Verlauf der Veranstaltung begeistert: „Wir haben alle zusammen super funktioniert“, beschreibt er den reibungslosen Ablauf.
Neben den leichtfüßigen Rennpferden hatten auch die Friesenpferde und die Kaltblüter ihren Auftritt auf der Rennbahn. Sie starteten zeitgleich an zwei unterschiedlichen Stellen der Bahn. „Zwei Rennen auf einmal, das hatten wir noch nie“, sagte Moderator Jan von Witzleben.
Zum ersten Mal hatten Pferdesportbegeisterte, die nicht vor Ort in Stove sein konnten, die Möglichkeit, das komplette Rennen über die Internetseite des Stover Rennvereins per Live­stream zu verfolgen. Und so war „Mr. Rennbahn“ Jörn Reimers am Ende hochzufrieden. Er freut sich schon jetzt auf die 140. Auflage des Stover Rennens im kommenden Jahr. Es findet am Sonntag, 13. Juli 2014, wie gewohnt vorm Elbdeich statt.