Zu viel Lärm an der A1

Die privaten Investoren haben gezeigt, dass Autobahnbau vom Beginn bis zur Fertigstellung in kürzester Zeit möglich ist. Die Nutzer der neuen Autobahn sind rundherum begeistert.

Heiner Schönecke, MdL (CDU): „Ich gehe davon aus, dass mögliche Ansiedlungen neuer Wirtschaftsbetriebe an dieser Magistrale zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet sich zügig einstellen werden.“

Nach der Beendigung des Ausbaus und der Freigabe der neuen Autobahn sind diverse Beschwerden und Einwände bezüglich einer stark erhöhten Lärmbelastung sowohl in meinem Wahlkreisbüro als auch bei der Samtgemeindeverwaltung Hollenstedt eingegangen. Mehrere Gesprächstermine mit den Betroffenen und Beteiligten Behördenvertretern haben vor Ort stattgefunden. Ganz besonders haben sich in diese Diskussion die beteiligten Bürgermeister aus den Mitgliedsgemeinden Wenzendorf, Herr Manfred Cohrs (CDU), Hollenstedt, Jürgen Böhme (CDU) und Appel, Herr Reinhard Kolkmann (BfA) eingebracht.

Heiner Schönecke: „Gemeinschaftlich haben wir festgestellt, dass durch die Verbreiterung von vier auf sechs Fahrbahnen eine sehr große Veränderung des Lärmpegels stattgefunden hat.“

Bereits im Planfeststellungsverfahren wurden durch Berechnungen und Messungen von Gutachtern erhebliche Überschreitungen von Grenzwerten, nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tage, festgestellt.

Der früher bestehende Wall mit seinem Buschbewuchs schluckte die Geräusche der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf der A1 deutlich besser, aber schon damals nicht gut genug. Die beteiligten Behörden hatten den Einwändern mehrfach einen Anspruch auf passiven Schallschutz dem Grunde nach zugestanden und in Teilen umgesetzt.

Die jetzt installierte Lärmschutzwand als technische Bauweise scheint diesen Anspruch nicht zu gewährleisten. Die Neuanlage von Lärmschutzwänden hat auf Grund ihrer Höhe und auf Grund erheblicher Lücken im Bereich der Raststätte zu erkennbar mehr Lärm in den Gemeinden Appel, Hollenstedt und Wenzendorf geführt. Von der Ausfahrt Hollenstedt in Richtung Bremen fehlt der Lärmschutz völlig. In diesem Bereich liegt zwar direkt an der Autobahn das Hollenstedter Gewerbegebiet, die dahinter liegenden Wohnsiedlungen sind allerdings auch betroffen.

An der A1 im Bereich Oyten sind Lärmschutzwände nicht nur senkrecht, sondern auch abgewinkelt erstellt worden. Diese Maßnahme scheint eine deutlich bessere Wirkung zu erzielen.

Heiner Schönecke abschließend: „Vor diesem Hintergrund habe ich die Landesregierung gefragt:

1.            Wann liegen die neuen Berechnungen der Lärmwerte vor?

2.            Können die Lärmschutzwände technisch verbessert werden?

3.            Wer zahlt würde eine Nachbesserung des Lärmschutzes bezahlen müssen? „