Umfangreiche Baumnachpflanzungen an Kreis- und Landesstraßen

Jochen Brück, Leiter der Betriebsgemeinschaft Straßendienst (BGS), Andrea Glass, Mitarbeiterin im Betrieb Kreisstraßen (Landkreises Harburg), Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt (Landkreis Harburg) und stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg Heiner Schönecke.

Kreisrat Dr. Björn Hoppenstedt: „Wir stehen immer wieder in der Kritik, weil wir durch gesetzliche Regelungen gezwungen sind, Bäume entlang unserer Straßen zu entfernen. Darum freue ich mich sehr, dass wir nun für umfangreichen Ersatz sorgen und damit beweisen, dass uns die Alleen an unseren Kreisstraßen sehr am Herzen liegen. Neben dem Erhalt des charakteristischen Landschaftsbilds werden dadurch auch wichtige Lebensräume gesichert.“

Insgesamt investiert der Landkreis Harburg rund 50.000 Euro in den Erhalt seiner Alleen. An der Kreisstraße 42 zwischen Ardestorf und Elstorf wurden 17 Eichen in einem bestehenden Alleebestand auf der Nordseite der Straße, an der Kreisstraße 55 zwischen Schierhorn und Dirkshausen insgesamt 42 Birken nachgepflanzt. Die Pflanzungen dienen als Ersatz für Bäume, die in den letzten Jahren aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht durch die BGS gefällt werden mussten. Ebenfalls mit im Boot ist die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg (NLStBV). Entlang der Landestraße 235 zwischen Elstorf und Daerstorf wurden insgesamt 25 Spitzahornbäume in beidseitigen Baumreihen nachgesetzt. Geplant wurden die Pflanzungen durch den Betrieb Kreisstraßen des Landkreises, die NLStBV und das Landschaftsarchitekturbüro Winkler aus Buchholz, um die Ausführung kümmerte sich die Firma Boymann Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Glandorf.

Hintergrund: Der Baumbestand an der K 42 setzt sich aus Eichen, Ahorn, Esche und Eberesche zusammen. Um langfristig ein homogenes Erscheinungsbild zu erreichen, wurde eine verdichtende Lückenbepflanzung mit Eichen vorgenommen. Um einen ausreichenden Abstand zur Fahrbahn einhalten zu können, wurden die neuen Bäume hinter dem dortigen Radweg gesetzt. Zudem wurden nach Abstimmung mit verschiedenen Leitungsträgern (Strom, Gas, Wasser) Wurzelsperren zum Schutz der Leitungen eingebaut.

An der K 55 stehen hauptsächlich Birken. Hier konnte die Nachpflanzung der Bäume näher am Fahrbahnrand in den Lücken der bestehenden Birkenallee auf der Nordseite der Straße erfolgen – unter Einhaltung des vorgeschriebenen Mindestanstands von 1,5 Metern. Im kommenden Jahr ist eine solche Lückenbepflanzung auch auf der Südseite vorgesehen, um einen altershomogenen Baumbestand herzustellen.

Entlang der L 235 können die Bäume auf beiden Seiten der Straße in einem Mindestabstand von 1,5 beziehungsweise 2 Metern zur Fahrbahn nachgepflanzt und das heutige Erscheinungsbild der dortigen Allee gesichert werden.