Der Landwirt – Partner oder Feind?

Bis zum 5. Februar will man rund um die Uhr, 24 Stunden täglich, mit den Verantwortlichen in der Umwelt- und Landwirtschaftspolitik, aber auch den Verbrauchern, diskutieren und darauf aufmerksam machen „So geht es nicht weiter !„.

Die Verordnung zu den roten Gebieten hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Mit seinen strengen Auflagen für die Landwirte, ob mit oder ohne Tiere, es werden alle pauschal in Verantwortung und Haftung genommen. 20% weniger Dünger auf Alles.

Ein junger Landwirt und Vater fragt, wie das gehen soll? Er könne seinem Baby auch nicht plötzlich 20% weniger Nahrung geben, dann würde es nicht mehr wachsen, so sei es auch mit den Pflanzen. Einfach aber klar erklärt.

Ministerin Barbara Otte-Kinast, Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen und Heiner Schönecke diskutieren mit den protestierenden Landwirten

Eine verzwickte Aufgabe für die Politik. Es ist richtig, das Grundwasser hat ein langes Gedächtnis und verzeiht überhöhte Düngeraufwendungen nie, sondern es wird in Überwachungsbrunnen nachgewiesen

Doch die Landwirte haben bewiesen, dass sie Auflagen sogar freiwillig einhalten! Seit Jahren wird weniger, aber dafür zielgenauer gedüngt.

Im Landkreis Harburg haben die Landwirte in den Wasserschutzgebieten gezeigt, dass es mit freiwilligen Vereinbarungen machbar ist. Das Heidewasser ist unbelastet und wird seit Jahrzehnten gerne von Hamburg gepumpt und verbraucht. Die Freiwilligkeit hat sich bewährt und die Erfolge und sind vorzeigbar.

Die vielen Auflagen, nicht nur im Grundwasser- sondern auch im Landschafts- und Naturschutz und Tierwohl, lassen die Landwirte verzweifeln. Und dann das Baurecht! Wer einen tierschutzgerechten Stall auf seinem Land errichten will, erlebt einen Spießrutenlauf durch die Behörden und die knallharte Gegnerschaft einer Vielzahl von Umwelt- und Naturschutzverbänden.

Junge Landwirte werden jetzt laut und bezweifeln ob es in diesem Staat noch richtig läuft, wenn die NGO`s, mit Millionen Spendengeldern ausgestattet, von den Finanzminister durch Spendenquittungen gefördert, gegen Bauern prozessieren und nicht nur protestieren.

Als Landtagsabgeordneter gerät man schon ins Zweifeln, wenn einem vorgehalten wird, dass die Brandstifter von Sprötze heute noch frei herumlaufen. Die jungen Bauern ärgert es mächtig, dass die junge Generation meint freitags die Schule schwänzen zu können, um vor laufenden Kameras für den Kohleausstieg zu demonstrieren. Milliarden von Steuergeldern für die Energiekonzerne werden jetzt dafür genutzt.

Heiner Schönecke, MdL: „Mit diesen wütenden Protesten konfrontiert bin ich in unsere Fraktionssitzung gegangen und habe dort die Proteste erneut zum Thema gemacht. Ich habe großen Respekt vor der Landwirtschaftsministerin Bärbel Otte Kinast und ihrem Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, die sich sofort nach der Fraktionssitzung erneut der Diskussion mit den Landwirten stellten.“

Heiner Schönecke weiter: „Unsere Landwirte, egal ob BIO oder Konventionell, produzieren die besten und gesündesten Lebensmittel der Welt. Sie sorgen dafür das die Regale bei Lidl, Aldi, ReWE und EDEKA immer gut gefüllt sind. Politik und Gesellschaft müssen ihnen die Chance geben, dass sie das auch in Zukunft tun können. Ich möchte nicht von Importen aus China, Indien, Süd- oder Nordamerika abhängig sein. Dafür werde ich weiter politisch streiten.“

Alle Fraktionen des Deutschen Bundestages haben in einer großen Diskussionsrunde erklärt, die deutsche Landwirtschaft ist systemrelevant. Dann müssen wir sie auch schätzen und fördern.

 

Bildunterschrift:Ministerin Barbara Otte-Kinast, Staatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen und Heiner Schönecke diskutieren mit den protestierenden Landwirten