Versorgt sich der Landkreis bald selbst

 AK "Erneuerbare Energien" der CDU/WG Kreistagsfraktion

 AK "Erneuerbare Energien" der CDU/WG Kreistagsfraktion

Windenergie soll einen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung leisten.

Harburg. Zurzeit wird in 22 Biogasanlagen Strom erzeugt. Acht weitere sind in Planung. 69 Windkraftanlagen und 1500 Photovoltaiksysteme leisten ihr Zubrot. "Momentan beziehen wir 16 Prozent aus regenerativen Energien", erklärt Heiner Schönecke (CDU). "Damit ist der Landkreis Harburg Schlusslicht in Niedersachsen." Das soll anders werden. Die CDU/WG-Gruppe hat Vorschläge erarbeitet, die sie als Antrag den Ausschüssen zur Beratung vorlegt.

"Biogas funktioniert immer." Die Aussage von Heike Meyer (CDU) unterstreicht, dass es einen Mix ohne Biogasanlagen nicht geben wird. Als zurzeit einzige regenerative Energieart kann Biogas gespeichert werden. Es kann damit den Energiebedarf gewährleisten, der konstant ins Netz eingespeist werden muss (so genannte Grundlastfähigkeit). Wenn es nach der CDU-WG-Gruppe geht, soll in erster Linie die Kapazität der bestehenden Anlagen ausgebaut werden.

Windkraft

Im Westen des Landkreises und in der Elbmarsch weht der Wind gut für weitere Windkrafträder. Das hat das Gutachten des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (BAUM) ergeben. Als zweites Standbein des regenerativen Mix möchte die CDU/WG-Gruppe einen Rahmen schaffen, um die Gemeinden für 51 weitere Windkraftanlagen zu begeistern. Die Richtlinien, etwa Mindestabstände von 800 Metern und Höhenbegrenzung von 200 Metern, sollen im regionalen Raumordnungsprogramm manifestiert werden, das im Landkreis zurzeit überarbeitet wird. Die Verwaltung soll zudem prüfen, wie eine Partizipation der Kommunen und Bürger, etwa durch "Bürgerenergieparks", aussehen könnte.                                                                                                                               

Der dritte Baustein: Sonnenenergie. Landwirtschaftliche Flächen für Photovoltaikanlagen zu nutzen, steht nicht zur Diskussion. Die CDU/WG-Gruppe schlägt dezentrale kleine Anlagen vor. Lediglich vorbelastete Flächen wie Altdeponien und Industriebrachen könnten zur großflächigen Sonnenenergieförderung umfunktioniert werden. Auch hier möchte die CDU/WG-Gruppe die Bürger mit ins Boot holen. "Je mehr Möglichkeiten sie bekommen, eigene Energie zu erzeugen, desto größer ist die Akzeptanz ", so Hans-Heinrich Aldag (CDU).