Lärmgutachten bestätigt die Behörden

Im April 2019 hatte der Petitionsausschuss beschlossen, dass in Hollenstedt nicht nur eine neue Lärmberechnung zu machen sei, sondern dort eine Lärmmessung durchgeführt werden solle.

Seit vielen Jahren kritisieren die Hollenstedter Bürger die erhöhte Lärmbelästigung nach dem sechsspurigen Ausbau der A1. Ehemals vorhandener Lärmschutz, durch einen Wall und Busch- und Baumbewuchs, musste für den Ausbau entfernt werden und wurde durch Lärmschutzwände ersetzt. Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h aufgehoben. Zusätzlich verursachen die neuen Fahrbahnmarkierungen erheblichen Lärm.

Heiner Schönecke, MdL (CDU): „Seit 2012 stehe ich mit den Betroffenen und den verschiedenen Verkehrsministern im engen Austausch. Das jetzt vorliegende Ergebnis des Gutachtens wird die Hollenstedter Bürgerinnen und Bürger nicht zufrieden stellen.“

Vom 10.09.2019 bis 17.10.2019 wurden Verkehrszählungen und Lärmmessungen in beiden Richtungen im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Rade und der Anschlussstelle Hollenstedt durchgeführt. Mit Hilfe von Seitenlasern wurden die Verkehrszahlen von 9 verschiedenen Fahrzeugarten ermittelt. Auf diese neue Begutachtung der Situation hatte der Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages bestanden.

In den Dokumenten der Planfeststellung aus dem Jahr 2005 wurde für den Immissionsort ein Beurteilungspegel von 52 dB(A) am Tag und 48 dB(A) in der Nacht ausgewiesen. Das neue Gutachten weist keine höheren Werte aus. 

Das Ergebnis des Gutachtens wurden am 11-03-2020 im Petitionsausschuss beraten und mit „Material und Sach- und Rechtslage“ entschieden, dieser Empfehlung ist der Landtag heute gefolgt.

Editha Westmann, Mdl (CDU): „Als Sprecherin der CDU-Fraktion im Petitionsausschuss habe ich mich in der ganzen Zeit mit Heiner Schönecke eng abgestimmt. Es war mir persönlich sehr wichtig, die Situation anhand von aktuellen Messdaten bewerten zu können. Das Ergebnis der Messungen ist wahrscheinlich für viele Hollenstedter Bürgerinnen und Bürger unbefriedigend und kaum nachvollziehbar. Doch wir können uns aufgrund der nun vorliegenden Daten nicht über die geltende Rechtslage hinwegsetzen. Ich habe mich jedoch im Ausschuss dafür ausgesprochen, dass das Ministerium noch einmal eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der besagten Strecke prüfen möge."

Heiner Schönecke abschließend: „Ich werde mich in dieser Woche an Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann wenden. Es sollte den Behörden möglich sein, ähnliche Geschwindigkeitsbeschränkungen, wie wir sie vielfach in andere Bereichen des Landkreises finden, anzuordnen. Die A1 führt nun mal durch die beiden Gemeinden Appel und Hollenstedt. Unsere Bürger, die 2017 die Petition auf den Weg gebracht haben, sollten zumindest die Chance einer Testphase bekommen, dafür werde ich m ich weiter einsetzten.“