HVV Landtagsanhörung in Hannover mit vielen neuen Vorschlägen

Heiner Schönecke, MdL (CDU): „Die im Antrag formulierten Aufträge an die Landesregierung stießen auf große Zustimmung.“

Zusätzliche Vorschläge zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Metronoms/Start und an den Bahnhöfen wurden positiv bewertet. Der Hamburger Hauptbahnhof ist als Durchgangsbahnhof konzipiert, wird jedoch insbesondere von Nahverkehrszügen zunehmend als End- und Anfangsbahnhof genutzt. Dadurch verlängern sich die Aufenthaltszeiten an Bahnsteigen deutlich. Diese Tatsache führte zu erheblicher Verwunderung im Ausschuss.

Die Vorschläge des Eisenbahningenieurs Dr. Carsten Hein wurden intensiv diskutiert. Dr. Carsten Hein: „Die Kapazitätsengpässe sind so groß und grundsätzlich, dass sie nur durch mehrere, gesamtheitlich durchdachte, große Eisenbahn-Infrastrukturprojekte zukunftsfähig auflösbar sind.“

Der Vertreter des Harburger Fahrgastbeirates Stefan Kindermann: „Die Zustände auf dem Hamburger Hauptbahnhof sind so dramatisch, dass auch kurzfristige Lösungen umgesetzt werden müssen.“

Karl-Peter Naumann, Vors. des Fahrgastbeirates Pro Bahn sprach sich für eine Erweiterung des S-Bahnverkehrs auch nach Süden aus. Es sei richtig, dass Hamburg nach Norden ausbaue, das müsse auch nach Süden passieren.

Der neue Geschäftsführer der VNO Karsten Leist kritisierte das Baustellenmanagement der Bahn. Man bräuchte eine verbesserte Zusammenarbeit der Institutionen, nicht nur in der südlichen Metropolregion Hamburg.

Der HVV ist eine Erfolgsgeschichte, über 500 Millionen Fahrgäste pro Jahr, Tendenz steigend. Die 74% Kostendeckung ist zufriedenstellend, muss aber für weitere Investitionen als Maßstab gelten.

Auf Nachfrage konnte sich der HVV-Geschäftsführer Dietrich Hartmann vorstellen, den Gesellschafterkreis des HVV auf niedersächsischem Gebiet zu erweitern. Wenn die Landesregierung und die Stadt Hamburg zustimmen, wäre eine Aufnahme von Cuxhaven, Rotenburg, Heidekreis und Uelzen denkbar. Das alte Tarifsystem steht zur Prüfung an und der HVV wird neue Bezahlsysteme (Check-in – Check-out) prüfen.

Heiner Schönecke: „Wer mit am Tisch des HVV sitzt, bestimmt die Tagesordnung und die Beschlüsse mit.“

Der SPD/CDU Antrag wird jetzt, mit den zusätzlichen Stellungnahmen der Deutschen Bahn, des Metronoms und Start, weiter beraten und dann das Plenum zur Abstimmung erreichen.

„Es wurde Zeit, dass die HVV-Problematik und die möglichen Lösungen den Landtag und die Ministerien in Hannover erreicht. Verbesserungen des SPNV muss das Ziel sein,“ Heiner Schönecke abschließend.