„Harburg-Tarif“ – viel zu kurz gedacht

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Schönecke mit dem Tarifsystem des HVV und den Pendlerströmen im südlichen Hamburger Umland. Schönecke gibt der SPD insoweit Recht, dass das Tarifsystem sicherlich einer Prüfung unterzogen werden sollte. Er verweiset in diesem Zusammenhang auf einen Antrag der CDU-Fraktion der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg „Staus schon vor den Stadttoren stoppen – HVV-Tarifring C auf Buxtehude, Buchholz und Winsen ausweiten, - Pendlern die „Öffis“ schmackhaft machen“ und auf einen Antrag der CDU-Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung „HVV-Tarif Ring C für niedersächsische Umlandkreise und –gemeinden“.

Heiner Schönecke, MdL (CDU): „Die Forderung der Harburger SPD beruht auf angenommene Empfindungen der Fahrgäste. Diese empfundene Ungerechtigkeit im Verhältnis Fahrstrecke und –preis mag sicherlich bei einigen Fahrgästen vorliegen, ist aber rein subjektiv. Strecken, Preise und Auslastungen sind messbare Einheiten und können objektiv bewertet werden.“

Ein gemeinsamer Antrag der SPD- und CDU-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag „HVV stärken – Nahverkehr im Hamburger Umland vernetzten und ausbauen“ zeigt Wege auf, wie der Nahverkehr im Hamburger Umland verbessert und kundenfreundlicher gestaltet werden kann. Die Vorbereitungen zu diesem Antrag haben deutlich gezeigt, dass Tarifsenkungen sicherlich für die betroffenen Pendler wünschenswert wären, diese aber nicht zu einer vermehrten Nutzung des ÖPNV oder SPNV führen. Notwendig sind dafür Verbesserungen in der Taktung und Verlängerungen der Züge.

Zu dem Antrag der SPD-CDU-Fraktionen im Niedersächsischen Landtag findet am 15. Februar 2019 eine Anhörung im niedersächsischen Wirtschaftsausschuss statt. Dazu lädt Schönecke die Harburger SPD sehr herzlich ein.

„Viel wichtiger als kleinteilige Preisregulierungen im eigenen Vorgarten zu fordern, sollte die SPD die Freie und Hansestadt Hamburg auffordern, in Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, auf eine große länderübergreifende Lösung hinzuarbeiten. Zwischen Hamburg und Niedersachsen gibt es viele Berührungspunkte die gemeinsam gelöst werden müssen. Die Fertigstellung der A26 bis zur A7, der Hafenhinterlandverkehr und die Elbvertiefung sind nur einige Beispiele. Das Denken und Handeln darf nicht an der Landesgrenze enden,“ Heiner Schönecke abschließend.