Nahverkehr im Hamburger Umland am Limit

Der Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke, der den Antrag vorstellte, freute sich über so viel Zuspruch war aber auch der Auffassung, dass man sich dem gar nicht verschließen könne.

„Steigende Pendlerzahlen, zu kurze Bahnsteige, zu wenige Zugfahrten: Der Nahverkehr im Hamburger Umland ist am Limit“, so Heiner Schönecke. Vor allem aufgrund bestehender Konflikte zwischen Fern-und Güterverkehr, bereits ausgereizter Bahnsteiglängen und Doppelbelegungen am Gleis gebe es nicht die eine schnelle Lösung. „Weitere Zugfahrten scheitern an den fehlenden Trassenkapazitäten, einem überlasteten Hamburger Hauptbahnhof und dem nicht ausgebauten Harburger Knoten.“

Heiner Schönecke weiter: „Wir wollen den Nahverkehr im Hamburger Speckgürtel besser vernetzen und ausbauen. Wir brauchen längere Züge mit einer besseren Taktung und längere Bahnsteige, um das Verkehrsaufkommen besser steuern zu können. Dafür sind umfangreiche Baumaßmaßnahmen am Verkehrsknoten Hamburg-Harburg notwendig.“

Hamburg; Schleswig-Holstein und Hamburg müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten. Zur Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofes schlägt Schönecke vor, dass die Züge des Betreibers Metronom bis Kiel durchgebunden werden oder umgekehrt aus Schleswig-Holstein in Lüneburg enden. Ausschreibungsrichtlinien lässt der Abgeordnete nicht gelten.

Weiterhin schlägt Schönecke eine verkehrs- und länderübergreifende App vor.

„Wer morgens mit einem Zugausfall oder Stau konfrontiert ist, sollte schnell und einfach eine Alternative finden und sich nicht durch diverse Internetseiten klicken müssen. Busse, Bahnen, Fähren, Straßen und kommende Radschnellwege müssen darin zu finden sein. Auf einen Blick muss klar erkennbar sein, welches das schnellste Verkehrsmittel ist,“ so Schönecke.

Der Nahverkehr im südlichen Hamburger Umland muss schnellstmöglich verbessert werden. Der Senat in Hamburg muss erkennen, dass eine vernünftige Anbindung des südlichen Hamburger Umlandes auch zum Vorteil der Hansestadt ist.

Heiner Schönecke abschließend: „Ich gehe davon aus, dass der Antrag mit großer Mehrheit verabschiedet wird. Danach muss die Niedersächsische Landesregierung Hamburg in die Pflicht nehmen, alles dafür zu tun, die Probleme hier vor Ort zu lösen.“

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