Hannover ignoriert Hilferuf der Polizei

 

Die öffentliche Diskussion und die mediale Wirkung des Schreibens waren groß und die Wellen schlugen bis nach Hannover. Unter großem Zeitdruck mussten Mitarbeiter der zuständigen Behörden und des Ministeriums die Zahlen verifizieren.

Die Polizeigewerkschaften des LK Harburg haben sich jetzt erneut mit einem offenen Brief an die Politik gewandt. Diesmal an den Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Lüneburg.

Die Vorsitzenden der drei Polizeigewerkschaften beklagen sich, dass es trotz der intensiven Arbeit zu keinem für sie nachvollziehbarem Ergebnis und noch nicht einmal zu einer grundsätzlichen Anerkennung des Rückstandes der PD Lüneburg gekommen ist.

Es fehlt ein vernünftiges Personalentwicklungskonzept, dass die Polizei dauerhaft stärkt. Die CDU hat deshalb bereits im Januar 3000 zusätzliche Stellen bei der Polizei gefordert.

Jetzt plant Innenminister Pistorius eine Umstrukturierung der Polizei. 170 Polizisten der Bereitschaftspolizei sollen auf die Fläche verteilt werden. Das gleicht dem Zerren an einer zu kurzen Bettdecke.

Dr. Bernd Althusmann, Landtagskandidat: „Die bisherige Untätigkeit und Fehlplanungen des Innenministeriums sind mal wieder bestätigt. Das ist nicht akzeptabel.“

Heiner Schönecke, MdL (CDU): Das ist Flickschusterei. Statt 170 Stellen bei der ohnehin stark belasteten Bereitschaftspolizei zu streichen, sollte die Landesregierung endlich mehr Stellen schaffen. Zu erklären, dass die Bereitschaftspolizei trotz der nun entstehenden Personallücke nahezu unverändert einsatzbereit bleibe, ist mit Blick auf kommende Ereignisse, wie etwa den G20-Gipfel, eine Farce.“

Offener Brief der Polizeigewerkschaften an den Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Lüneburg