Abgeordnete der Region lehnen IHK-Fusion ab

 

Die Planungen der IHK-Präsidien aus Lüneburg/Wolfsburg und Braunschweig sind ein falsches Signal für die südliche Metropolregion Hamburg und führen definitiv nicht zur Stärkung der Region.

Der Nordosten Niedersachsens ist wegen seiner Nähe zum Wirtschaftsraum der Hansestadt Hamburg nördlich orientiert. Eine Vergrößerung der IHK-Bezirke durch eine Fusion in den Süden Niedersachsens würde die Position der Region gegenüber Hamburg erheblich schwächen.

Die Industrie- und Handelskammern müssen die Interessen der Unternehmen regional vertreten, eine Fusion mit Braunschweig würde nicht passen und wäre ein schwerer Fehler.

Die Abgeordneten sind sich über die Parteigrenzen hinweg einig, dass eine Strukturveränderung bei den Kammern durchaus sinnvoll sein könnte. Die Möglichkeit der verstärkten Zusammenarbeit ist die, für die Zukunft richtige Herangehensweise.

Dabei jedoch sollte man die in vielfacher Hinsicht schon jetzt eng miteinander vernetzten Landkreise in der südlichen Metropolregion berücksichtigen. Sie bilden heute schon einen gemeinsamen Wirtschaftsraum. Dies muss bei der Fusionsfrage von Kammerbezirken berücksichtigt werden.

Vor dem Hintergrund dieses Erfordernisses halten wir es für geboten, dass die Diskussion nicht nur zwischen den IHK’en Braunschweig und Lüneburg-Wolfsburg stattfindet, sondern die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum selbstverständlich eingebunden wird.

Die Abgeordneten erklären gemeinsam mit den Landräten und dem Bürgermeister, dass sie die Selbstverwaltung der IHK wertschätzen und gerade deshalb regen sie an, dass die Mitglieder der IHK sich klar öffentlich positionieren, bevor vermeintliche Fakten geschaffen werden.