CDU fürchtet Verkehrschaos in Ovelgönne

 

Diese hat in ihrer Antwort auf die mündliche Anfrage der Christdemokraten in der Drucksache 17/5910 lediglich angekündigt, dass Ende 2020 mit „ersten Bauarbeiten“ für die 2,8 Kilometer langen Verlängerung der B 3neu von Neu Wulmstorf (B 73) bis Elstorf (B 3) als Umgehung für die Ovelgönne/Ketzendorf begonnen werden soll. Die B 3neu ist ein A-26-Zubringer. Wann die Straßenbauer mit dem Spatenstich die Fortsetzung über die Bundesstraße B 3 in Richtung Süden als Ortsumfahrung Elstorf in Angriff nehmen werden, lässt das Niedersächsische Verkehrsministerium offen. Es gebe „noch keine konkrete Zeitplanung“. Im TAGEBLATT hatte das Land im Mai angekündigt, dass die Umgehung Elstorf „in den kommenden 15 Jahren“ verwirklicht wird.

Für das Land hat nur die Umgehung Ovelgönne (2. Bauabschnitt) Priorität, damit der Verkehr nach der Freigabe der A 26 bis Neu Wulmstorf und Hamburg in den Jahren 2021 beziehungsweise 2023 auf der Kreuzung von B 73/B 3 in Ovelgönne nicht zusammenbricht. Durch die Ortschaft läuft der Verkehr zur A 1 bei Rade. Der Weiterbau (3. Bauabschnitt) bei Elstorf habe laut Land „weniger Einfluss auf die quantitative und qualitative Abwicklung der Verkehre von der A 26“. Die Krux: Mit der weiteren Planung beider Umgehungen und dem Bau der Umgehung Ovelgönne könne laut Minister erst begonnen werden, wenn die Westumgehung Elstorf im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 als „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ steht und letzterer abgesegnet ist. Dieser liegt bislang nur als Entwurf vor. Wenn die Westumgehung fest im Plan stehe, könne der Übergabepunkt an der B 3 nördlich von Elstorf festgelegt und die Linienführung festgelegt werden. Die Kostenschätzung für die vier Kilometer lange Straße liegt bei 14 Millionen Euro.

Die Politiker fordern „Planung aus einem Guss“ Auch Anwohner der Bundesstraßen in Elstorf und Ovelgönne müssten vom Verkehr entlastet werden. Das niedersächsische Umland von Hamburg „spielt bei Rot-Grün in Hannover keine Rolle“, klagt Dammann-Tamke. Für Schönecke ist das Verkehrschaos vorprogrammiert. Die Kreistage unterstützen die CDU-Resolution zum Thema, die Landräte sollen mit Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) reden.