Großer Bahnhof bei der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg

 

 Leitung der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg, Teilnehmer der LAG, Mitglieder des Arbeitskreises Haushalt und Finanzen der CDU-Landtagsfraktion

Der neue Geschäftsführer Peter Hambrinker und die Leiterin Werkstätten Sabine Kock-Kessler freuten sich die Mitglieder in der Einrichtung begrüßen zu dürfen. Ebenfalls mit dabei waren von der Landesarbeitsgemeinschaft: Werkstätten für behinderte Menschen in Niedersachsen (LAG:WfbM), die stellv. Vorsitzenden, Holger Knoop und Michael Korden, der Geschäftsführer Bernhard Lengl, sowie Vorstandsmitglied Ludwigs Dalkner.

Frau Kock-Kessler und Herr Hambrinker berichteten eindrucksvoll von den Leistungen der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Die Lebenshilfe wird von über 1.700 Menschen mit Behinderungen genutzt, ca. 900 Menschen arbeiten an sechs Werkstatt-Standorten. Die Lebenshilfe beschäftigt die Menschen unter anderem in Cafés, Küchen, im Cateringbereich und auch in KFZ-Werkstätten. In Kooperation mit der Tagesförderstätte werden am Standort Lüneburg unter anderem k-lumet Kaminanzünder hergestellt, die erfolgreich in einigen Supermärkten und vor Ort verkauft werden.

Interessant für die Mitglieder des Arbeitskreises war die Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft: Werkstätten für behinderte Menschen in Niedersachsen (LAG:WfbM). Die LAG:WfbM Niedersachsen hat mit Beginn des Jahres 2016 eine Qualitäts-Initiative in Zusammenarbeit mit dem Institut und Arbeit (ITA) gestartet. Dabei wird im Rahmen eines Benchmarketings die Qualität der Teilhabe- und Unterstützungsprozesse in den teilnehmenden Werkstätten für behinderte Menschen in Niedersachsen abgebildet. Im Interesse der bestmöglichen Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben wollen sich die niedersächsischen Werkstätten in einem kontinuierlichen Prozess vergleichen und voneinander lernen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war, dass Menschen mit schwerer Behinderung einen besonders hohen Unterstützungsbedarf haben. Obwohl dieser Personenkreis grundsätzlich bildungsfähig ist, wird ihm nach Ende der Schulpflicht eine weitere Bildung im beruflichen Bereich faktisch verwehrt, indem dieser Personenkreis oftmals an Tagesförderstätten verwiesen wird. Die LAG:WfbM Niedersachsen ist dieses Thema angegangen und erarbeitet derzeit ein fachliches Konzept, das beschreibt, wie berufliche Bildung für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf gestaltet werden kann.

Weitere Themen waren „Werkstätten – Kompetenz in beruflicher Qualifizierung“, „Werkstätten benötigen eine auskömmliche Re-Finanzierung“ sowie „Finanzierung von Werkstatträten und Frauenbeauftragten“.

Durch politische Initiative der CDU-Landtagsfraktion zur Abänderung der Umsatzsteuerproblematik (19/7%) hat es erfreulicher Weise bereits im Vorfeld durch den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine

Änderung zu Gunsten der Werkstätten gegeben. So dass jetzt nur noch die Altfälle abgearbeitet werden müssen. Der stellv. Fraktionsvorsitzende Reinhold Hilbers versprach eine politische Initiative in Hannover zu starten um diesem Umstand abzuhelfen.

Heiner Schönecke, MdL (CDU): „Es ist gut zu wissen, dass dieser starke Partner Lebenshilfe in den Landkreisen Harburg und Lüneburg so hervorragende Arbeit für die Menschen mit Handicap leistet. Es freut mich ganz besonders, dass auch hier ein Großteil ehrenamtliche Arbeit den Verein stützt.“