Sind Niedersachsens Pendler zweitklassig

Jeden Morgen ab 05:00 Uhr stehen tausende von Pendlern in den Landkreisen Harburg und Lüneburg auf den Bahnsteigen. Sie wollen ihren Arbeitsplatz in Hamburg pünktlich erreichen. Die Wirtschaft erwartet eine hohes Maß an Mobilität von jedem Einzelnen. Wer langfristig Verbesserungen im südlichen Hamburger Umland erreichen will, muss jetzt eine solche Machbarkeitsstudie einfordern.

Ministerpräsident David McAllister, als bekennender Fan von S-Bahn und Metronom, hat diese Probleme in der Hamburger Metropolregion erkannt.

Heiner Schönecke: „Ich setze auf unseren Ministerpräsidenten. Es darf keine Zweiklassengesellschaft im ÖPNV in der Metropolregion geben.“

Der Bau der S-Bahn nach Stade wurde ab 1990 auch nur halbherzig von Hamburg begleitet. Von der Machbarkeitsstudie bis zur Umsetzung dauerte es immerhin 14 Jahre bis Bürgermeister Ole von Beust 2007 die Einweihung 2007 feiern durfte. Er bezeichnete damals als ersten aber wichtigsten Schritt in Richtung Süden.

CDU-Fraktionschef Björn Thümler sagte: "Die wichtige Frage nach einer Machbarkeitsstudie mit einem schlichten Basta abzutun, halte ich für fragwürdig. Hamburg ist Arbeitsplatz Tausender Niedersachsen. Das bedeutet auch: Hamburger Unternehmen haben ein Interesse daran, dass ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pünktlich und unter zumutbaren Bedingungen pendeln können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hanseatischen Arbeitgeber die Wagenburgmentalität ihres Verkehrssenators gut heißen."

„Gute Nachbarschaft, Herr Hoch, sieht anders aus. Unser Ministerpräsident wird die Sorgen der Pendler ernst nehmen und das Thema auf der Tagesordnung belassen,“ Heiner Schönecke abschließend.