Grundschulen in Hollenstedt und Moisburg Vorreiter für Inklusion

Der gemeinsame Unterricht für Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf wird damit bereits in diesem Jahr Bestandteil des schulischen Alltags. Die Schulen werden mit zusätzlichen Förderschullehrerstunden unterstützt.

Auf Einladung des Hollenstedter Schulleiters Herrn Stoßmeister konnten viele Sorgen und Befürchtungen der Schulleiter in einem gemeinsamen Gespräch mit Heiner Schönecke angesprochen werden; ein weiterer Austausch im Frühjahr 2013 ist verabredet.

„Die Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen wurde vorbereitet, indem Grundschullehrerinnen und -lehrer bereits seit 2011 die angebotenen Fortbildungen genutzt haben. 2012 und 2013 stehen für Fortbildungen jeweils weitere 1 Mio. Euro zur Verfügung“, sagte Heiner Schönecke.

Die Grundschulen nehmen ab 1. August 2012 alle Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen im 1. Schuljahrgang auf. Alle Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung mit einem anderen Förderschwerpunkt als Lernen können ebenfalls die Grundschule besuchen, wenn ihre Erziehungsberechtigten dies wünschen. Die Eltern können stattdessen aber auch entscheiden, dass ihr Kind eine spezialisierte Förderschule besucht. Die Kinder in den Schuljahrgängen 2 bis 4 der Schulen sind von der Einführung nicht unmittelbar betroffen, da die inklusive Schule vom Schuljahrgang 1 an in die höheren Jahrgänge aufwächst.