Ministerin Barbara Otte-Kinast besucht den Museumsbauernhof Wennerstorf

Barbara Otte-Kinast schaute sich die moderne Verarbeitungsküche an und kochte darin mit dem Fördervereinsvorsitzenden Heiner Schönecke und Landrat Reiner Rempe: Sie bereiteten einen Auflauf aus „Linda“-Kartoffeln und Eiern der alten Hühnerrasse „Ramelsloher Blaubeine“ zu. Dabei sprach die Ministerin mit den Mitarbeitenden über ihre Hof-Erzeugnisse und Arbeitsabläufe. Im blühenden Kaffeegarten haben alle gemeinsam gegessen. Barbara Otte-Kinast erklärt: „Der Museumsbauernhof verbindet Museumsarbeit, ökologische Landwirtschaft und die soziale Integration – besser kann man es kaum machen! Der ehemalige Schweinestall erscheint heute in neuem Glanz. Er wurde in eine professionelle Verarbeitungsküche umgewandelt. Mein Haus hat dieses Projekt gerne unterstützt.“ Die Küche war zuvor ein Lagerraum im denkmalgeschützten Schweinestall auf dem 400 Jahre alten „Smedtshof“. Der Umbau wurde mit rund 150.000 Euro Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) gefördert.

Der Museumsbauernhof ist eine Außenstelle des Freilichtmuseums. Für ein neues Kühlhaus übernahm der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg weitere rund 60.000 Euro. Heiner Schönecke, Vorsitzender des Fördervereins sagt: „Der Bioland-Betrieb hat sich in der Region etabliert, er arbeitet nachhaltig und sozial erfolgreich. Für unseren Verein war es wichtig, gute Arbeitsabläufe und eine hohe Produktqualität zu ermöglichen.“

Landrat Reiner Rempe ergänzt: „Der Museumsbauernhof ist ein erfolgreiches Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit und Integration. Ich bin froh über den damaligen Tipp der Ministerin, sich für eine Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE) zu bewerben. Es hat gezeigt, dass die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg und ihr Förderverein mit Unterstützung des Landes Niedersachsen für die Region viel erreicht haben.“

Die Gemeinde Wenzendorf unterstützte das Projekt zum Umbau der Küche. Die Mitarbeitenden auf dem Hof sind in die Dorfgemeinschaft integriert. 16 qualifizierte und saisonal unabhängige Arbeitsplätze sichert die geförderte Verarbeitungsküche im Museumsbauernhof. Dr. Moritz Geuther, Leiter des Museumsbauernhofs erzählt: „Unsere Mitarbeiter der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ziehen die Gemüse- und Obstpflanzen hier auf und ernten sie – alles per Hand. Vier von ihnen bereiten seit Sommer 2021 in der neuen Verarbeitungsküche Chutneys, Fruchtgelees oder Sirup zu und sie kochen wie früher Rote Beete oder Grünkohl von unseren Feldern ein. Mit den neuen Küchenmaschinen auf hohem Niveau ist das für uns ein großer Fortschritt. Ihren Erfolg sehen die Kollegen an der Beliebtheit ihrer Produkte.“ Die gibt es im Hökerladen des Museumsbauernhofes und im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu kaufen.

Aktuell können Hobbygärtner beim Museumsbauernhof samenfeste Bio-Jungpflanzen für den eigenen Obst- und Gemüseanbau unter www.museumsbauernhof.de bestellen und nach den Eisheiligen vom 10. bis 20. Mai vor Ort abholen. Am Sonntag, dem 1. Mai, startet die Hofanlage wieder in die Saison bis Oktober: Besucher erkunden, wie die einstigen Bewohner um 1930 dort lebten. An Sonn- und Feiertagen genießen die Ausflügler Kaffee und Kuchen in Elieses Hofcafé – bei gutem Wetter im Garten. Für Schulklassen, Kindergärten und Kinder in Ferienprogrammen vermittelt der Museumsbauernhof die Arbeit in der ökologischen Landwirtschaft und ein Bewusstsein für den Wert von Lebensmitteln.

Der „Smedtshof“ ist eine der wenigen erhaltenen historischen Hofanlagen im nördlichen Niedersachsen. Haupthaus, Schafstall, Backhaus, Schweinestall und eine Göpelscheune werden heute in die laufenden Betriebsabläufe integriert. Das große niederdeutsche Hallenhaus aus dem 16. Jahrhundert wurde als Hofmuseum eingerichtet und zeigt, wie die ländliche Bevölkerung der Nordheide in den 1930er Jahren arbeitete und lebte.

 

v.l. Dr. Moritz Geuther (Leiter Museumsbauernhof Wennerstorf), Carina Meyer Kaufmännische Geschäftsführerin und Stefan Zimmermann Museumsdirektor (Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg), Reiner Rempe (Landrat im Landkreis Harburg), Tanja Spitkowski (Mitarbeiterin Lebenshilfe Lüneburg-Harburg), Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Landwirtschaftsministerin), Heiner Schönecke (MdL, Vorsitzender Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e.V.), Phillipp Brückner (Mitarbeiter Lebenshilfe Lüneburg-Harburg), Sybille Kahnenbley (Stiftungsratsvorsitzende Freilichtmuseum am Kiekeberg), Kirstin Schwarz (Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg)

 

v.l. Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Landwirtschaftsministerin), Heiner Schönecke (MdL, Vorsitzender Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e.V.), Reiner Rempe (Landrat im Landkreis Harburg), Sybille Kahnenbley (Stiftungsratsvorsitzende Freilichtmuseum am Kiekeberg), Phillipp Brückner (Mitarbeiter Lebenshilfe Lüneburg-Harburg)

 

v.l. Reiner Rempe (Landrat im Landkreis Harburg), Heiner Schönecke (MdL, Vorsitzender Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e.V.), und Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Landwirtschaftsministerin)

Bilder Freilichtmuseum am Kiekeberg