Zwischen 98 und 99 Prozent der Haushalte haben 4G-Standard

Im Masterplan für die Digitalisierung, der nach der Bildung der Großen Koalition 2017 entwickelt und im Kabinett beschlossen worden war, wird für das Jahr 2021 eine Voll-Versorgung angepeilt, also 100 Prozent. Der formell nur noch geringe Teil zwischen der schon erreichten Versorgung und der 100-Prozent-Abdeckung betrifft indes den schwierigen Teil, weil es um abgelegene, teilweise nur schwer zu erschließende Gebiete geht.

Das Wirtschaftsministerium weist nun darauf hin, dass sich die Landkreise über Markterkundungs- und Planungsverfahren auf das landeseigene Förderprogramm vorbereiten. Wenn sie entsprechende Anträge stellen, können sie bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben vom Land erstattet bekommen. Das soll dazu dienen, die restlichen Gebiete zu erschließen. Daneben habe noch der Bund seine Mobilfunk-Infrastrukturgesellschaft geschaffen, die ebenfalls den Markt erkunden ließ. „Bund und Land treiben so in enger Abstimmung den Mobilfunkausbau in den sehr ländlichen Gebieten voran“, betont das Wirtschaftsministerium. Voraussetzung für die digitale Teilhabe sei der Zugang zu schnellen Internet für alle Niedersachsen.

Hervorgehoben wurde noch einmal das im Masterplan definierte Ziel, bis zum Jahr 2025 – also in vier Jahren – alle niedersächsischen Haushalte mit gigabitfähigen Anschlüssen von bis zu 1000 Megabit pro Sekunde zu versorgen. Bis zu diesem Jahr solle das bereits alle Schulen, Krankenhäuser und Gewerbegebiete betreffen. Das Ministerium erläutert nun, dass man diesem Ziel inzwischen „deutlich näher gerückt“ sei. Noch 2018 hätten lediglich sechs Prozent der Gebäude einen Anschluss mit einer verfügbaren Bandbreite von einem Gigabit gehabt, heute seine es 60 Prozent. Die Landkreise würden auch hier vom Land bei den Ausbauvorhaben unterstützt. Auch schnelle moderne Verlege-Techniken würden verwendet. Bei den Krankenhäusern habe man schon 92 Prozent erreicht oder annähernd erreicht, bei den Schulen 96 Prozent. Bei den Gewerbegebieten sei die Datenlage nicht so einfach, da auch nicht förderfähige Gebiete in das Landes-Förderprogramm integriert worden seien. 134 Anträge auf neue Förderungen seien gestellt worden, mit diesen würden 578 Gewerbegebiete ausgebaut, das entspreche einem Viertel aller Gewerbegebiete.