Heiner sinniert

Die zwei Meter hohen Pflanzen waren sauber, wohl schon im Frühjahr, eingesetzt und hatten sich über den Sommer und Herbst gut entwickelt!

Am 23.10.2021 finden Landwirte in einem weiteren Maisfeld das nächste Beet. Wieder kommt die Polizei und wieder erkennt man, hier sind Profis am Werk und konnten ihre Ernte noch nicht einfahren. Allerdings hatten die Hanffarmer auch vergessen Pacht zu zahlen und die Fläche bei der EU anzumelden, das Düngen und den Pflanzenschutz hatte man auch den Landwirten überlassen!

So könnte man den Einsatz fröhlich beschreiben. Nun soll dies, nach Auffassung der Ampelkoalitionäre, alles legalisiert werden! Der private Verbrauch und wohl auch der Anbau sollen nicht mehr unter Strafe stehen.

Ich halte die ganze politische Diskussion für falsch. Wer weitere Suchtmöglichkeiten legalisiert und das damit begründet, das der Eigenbedarf entkriminalisiert werden muss, verschließt die Augen vor der Realität der Abhängigen.

Wir werden schon heute nicht mehr damit fertig Alkohol- und Tabaksucht zu bekämpfen. Die Ergebnisse führen zu gigantischen finanziellen Aufwendungen in Krankenhäusern und Rehakliniken. Wir gebrauchen keine weitere Droge. Wer täglich das Leid der Gestrandeten auf Hannovers Straßen sieht und sich mit den Lebensläufen beschäftigt, hört es immer wieder: Es war der erste Drink, die erste Zigarette eben auch der erste Joint der an Beginn eines solchen Lebensweges steht. Befragt man die bettelnden Menschen, warum sie uns den Plastikbecher hinhalten, dann geht es nicht um Essen oder Unterkunft, sondern in erster Linie um Geld für Schnaps und Drogen, denn dafür reicht Hartz 4 eben nicht!

Jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne.

Mit diesem Herrmann-Hesse-Zitat könnte man die Ampel beschreiben, wenn man dann zu den Befürwortern einer solchen Koalition zählt

Ich gehöre bekanntermaßen nicht zu den Wählern, die das Sondierungspapier jubelnd zur Kenntnis nehmen. Nein der Teufel steckt wie so oft im Detail, nicht alles sollte ermöglicht oder erlaubt werden, was sich mancher wünscht. Die Gesellschaft braucht eben auch klare Regeln, Gesetze und Verbote, diese sind sinnvoll und schützen. Jeder Drogentote ist einer zu viel.