Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Niedersachsen zeichnet sich im deutschlandweiten Vergleich durch eine überaus aktive Zivilgesellschaft aus. So sind rund 3,69 Millionen Niedersachen ehrenamtlich tätig, Tendenz steigend. Niedersachsen ist Ehrenamtsland und das soll mit der Arbeit in der Enquetekommission dafür sorgen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Durch das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger wird der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt sowie Vertrauen und das Miteinander innerhalb der Gesellschaft gefördert. Demnach wirkt sich ehrenamtliches Engagement nicht nur vor Ort positiv aus, sondern es stärkt darüber hinaus auch das demokratische System im Ganzen und ist somit konstitutiver Bestandteil unseres Gemeinwesens.

Ehrenamtliches Engagement ist auch im Landkreis Harburg weit verbreitet. Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. In den Feuerwehren und Schützenvereinen, beim DRK, Rotem Kreuz und den Johannitern, in den vielen Sportvereinen, Kultureinrichtungen und Wohlfahrtsverbänden und auch in der Politik. Nicht zu vergessen die vielen Alltagshelfer in den Schulen, Kindergärten und Altersheimen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen ehrenamtlichen sehr herzlich bedanken, freiwilliges Engagement bietet die Möglichkeit, Ideen, Kreativität und Erfahrungen einzubringen und an der Zukunftsgestaltung in der Stadt oder den Gemeinden aktiv mitzuwirken und die Heimatverbundenheit zu fördern.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Kommunalwahl sowie der geplanten Novelle des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes hat sich die Kommission in den ersten Monaten ihrer Arbeit primär mit dem Thema des kommunalen Mandates befasst. Der Arbeitsauftrag hierbei lautete, „Maßnahmen und Gesetzesvorschläge zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und kommunalem Mandat zu erarbeiten“. Um dieser Aufgabe nachzukommen, wurden unter Einbindung diverser politischer und zivilgesellschaftlicher Akteure Problemfelder identifiziert und passende Lösungsvorschläge erarbeitet.

In ihrer weiteren Arbeit wird sich die Kommission nun dem vielseitigen Feld des ehrenamtlichen Engagements außerhalb des kommunalen Mandats widmen. Hierzu werden Anhörungen durchgeführt und Sachverständige mit eingebunden. Außerdem wurde ein umfassender Fragebogen entwickelt, mit dem alle ehrenamtlich tätigen Personen in Niedersachsen die Chance erhalten, ihre Wünsche und Anregungen mitzuteilen und so an der Arbeit der Kommission mitzuwirken.