Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

 

Vor allem die Gastronomie ist aufgrund von Corona momentan von drastischen Einschränkungen betroffen. Die massiven Umsatzrückgänge machen es für viele Gastronomen schwierig, ihren Betrieb aufrechtzuerhalten. Laufende Kosten und nahezu keine Umsätze sind während der Corona-Krise Realität für einen Großteil der Gastronomen. Viele Betriebe befinden sich in einer dramatischen Lage und stehen kurz vor der Insolvenz. Die wirtschaftliche Belastung aufgrund von Corona nimmt in der Gastronomie stetig zu und gefährdet viele Betriebe. Die angesparten Reserven neigen sich dem Ende zu. Der Unterhalt ihrer Betriebe und Familie, sowie die Verantwortung für die Mitarbeiter, wird zu einer immer größeren Belastung, finanziell und emotional.

Corona hat schwerste Einschnitte für die Gastronomie und Hotellerie im Landkreis Harburg gebracht. Alleine diese drei Betriebe stehen für fast 100 Arbeitsplätze. Bis jetzt haben die finanziellen Hilfen aus der Politik dafür sorgen können, dass es nicht zu vielen Insolvenzen gekommen ist. Die Folgen werden aber viele Veränderungen bringen. Rund ein Viertel der Betriebe stehe wegen der coronabedingten Schließungen inzwischen kurz vor dem Aus.

Bild Schönecke v.l. Thomas Cordes, Hotel Cordes Rosengarten (Vorsitzender DEHOGA LK Harburg), Heiner Schönecke, Hans-Peter Ebeling, Landgasthof Zum Estetal Kakenstorf J an-Philip Stöver, Hotel Zur Eiche Steinbeck

Insgesamt waren deutschlandweit zuletzt 1,8 Millionen Menschen in der Gastronomie beschäftigt. Damit ist die Branche durchaus mit größeren Industriesparten in Deutschland vergleichbar: Im Maschinenbau beispielsweise waren 2018 rund 1,1 Millionen Menschen tätig.

In den letzten Monaten hat die Branche versucht, sich mit unterschiedlichen Konzepten über Wasser halte. Außer-Haus-Verkauf, Breakfast to go, den klassischen Imbiss oder Home-Office in den Hotelzimmern, doch diese Maßnahmen ersetzen nicht das a la carte-Geschäft oder die Feriengäste.

Es muss Perspektiven für die Gastronomie, nicht nur in Niedersachsen, sondern deutschlandweit geben. Die Chance, dass demnächst über 50% der Niedersachsen geimpft sind, der Weg über einen negativen Test und die technischen Möglichkeiten der „Luca-App“, müssen dazu führen, dass die Gastronomie nicht nur im Außenbereich geöffnet werden kann.

Die Debatte über Privilegien von geimpften Menschen muss ein Ende haben.

Manche glauben, wir müssen am Ende alle Menschen gleich – gemeint ist dabei im Zweifel gleich schlecht – behandeln, nur dann gibt es so etwas wie Gerechtigkeit. Das Gegenteil ist der Fall, denn Freiheit besitzen wir durch uns selbst und nicht durch den Staat. Wir müssen uns mehr mit der Frage des „Wie“, der technischen Umsetzung, der Innovation und der einzelnen Schritte, der Rückgabe der Freiheitsrechte befassen und nicht so sehr mit der Frage des „Ob“. Politisch muss die Aussage klar sein, dass der Staat jeden Einzelnen nur in seinen Rechten einschränkt, soweit und solange es unbedingt erforderlich ist.

Es geht aber nicht nur darum, dass Menschen wieder Restaurants, Geschäfte, Sportvereine und Fitness-Clubs, Theater und Konzerte besuchen dürfen, es geht vor allen Dingen darum, dass die Unternehmen wieder die Möglichkeiten hat Geld zu verdienen.