Heiner sinniert

Bürokratie kostet doppelt, jeder der sie betreiben muss und den Staat, der sie kontrollieren muss. Bürokratie schränkt ein, sie geht zu Lasten der wirtschaftlichen Entwicklung, bindet Ressourcen und schränkt das Machbare ein.

Betroffen ist nicht nur die Wirtschaft, im Bildungssystem, in der Landwirtschaft, in Vereinen und Institutionen, geht kostbare Zeit mit vermeidbarer Bürokratie verloren. Anträge, deren Bearbeitungszeit Monate und Jahre beträgt, können nicht zielführend sein.

Jedes Ministerium, jeder Verband, jede Behörde muss wirklich jede Verordnung auf Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit überprüfen. Anträge und Dokumentationen müssen besser vorbereitet werden.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann ist auf einem guten Weg und hat sich dem Bürokratieabbau verschrieben. Wirtschaftsministerium - Bürokratieabbau

Telefonische Beratung und den Datenaustausch der Behörden verbessern. Online Beratung und Portale ausweiten. Das spart Zeit beim Antragsteller, der meist gar nicht weiß, was er alles Ausfüllen muss, und in der Verwaltung, die gezielt Informationen abfragen können.

Doch das wäre mit erheblichen Veränderungen verbunden, Arbeitsplätze und -aufgaben müssten neu definiert werden. Das bedeutet erhebliche Veränderungen, vor allem setzt es Vertrauen in die Antragsteller voraus.

Corona zeigt uns das es geht. Anträge werden in Rekordzeit genehmigt und erst im Nachhinein geprüft. Ja das mag zu der ein oder anderen Fehlentscheidung führen, deren Korrektur später vielleicht zu einem finanziellen Schaden des Staates führt. Wo gehobelt wird fallen Späne.

Deshalb dürfen wir nicht nachlassen in dem Abbauen von zu viel Bürokratie. Die guten Ansätze sind vorhanden nur die Umsetzung fehlt.

Damit es nicht einfach nur heißt,

„Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars
Zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars
Dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt
Zum Behuf der Vorlage beim zuständigen Erteilungsamt."
Reinhard Mey