Berufsschulen bekommen mehr Geld

 

2020 stehen dann insgesamt 768 Millionen Euro für die Berufsschulen zur Verfügung. Den größten Block innerhalb des sogenannten „BBS-Paket 2020“ machen dabei allerdings allein die Tarifsteigerungen aus. Für die Anpassung der Gehälter sind 23 Millionen Euro veranschlagt. Weitere 15 Millionen Euro werden in Zukunft als festes Budget für die Beschäftigung von Vertretungslehrkräften bereitgestellt. Mit dieser „strukturellen Verbesserung der Schulbudgets“ solle eine Stabilisierung der Unterrichtversorgung sichergestellt werden. Die berufsbildenden Schulen werden so nachhaltig gestärkt und können flexibel auf kurzfristige Lehrkräftebedarfe reagieren.

Weitere 15 Millionen Euro erhalten die berufsbildenden Schulen außerdem für 260 A13-Planstellen. Diese waren ursprünglich für die Bewältigung des erhöhten Flüchtlingsaufkommens eingerichtet worden. Nun könnt die zunächst befristeten Stellen dauerhaft eingeplant werden. Weitere vier Millionen Euro sind im BBS-Paket für sächliche Verwaltungsausgaben vorgesehen. Darunter sind zum Beispiel Kosten für Aus- und Fortbildungen von Lehrkräften zu verstehen, aber auch Dienstreisen und die Begleitung von Klassenfahrten werden damit finanziert. 50 Stellen stehen für Schulsozialarbeiter unbefristet zur Verfügung. Diese Stellen hätten eigentlich mit Ende des Jahres auslaufen sollen, können nun aber auch 2020 fortgeschrieben werden. Weitere fünf Millionen Euro für das BBS-Paket kommen aus dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz. Mit diesen Geldern sollen speziell Lehrkräfte für den Fachbereich Sozialpädagogik eingestellt werden. In Niedersachsens Kindergärten gibt es aktuell einen großen Erziehermangel. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Umstand in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen wird. Mit den Investitionen sollen nun 85 zusätzliche Sozialpädagogik-Lehrer eingestellt werden, um die Ausbildung von neuen Erziehern in Niedersachsen voranzubringen.