Landtagsrede

Heiner Schönecke (CDU):

Landtagsplenum 12-11-2015 // Tagesordnungspunkt:

Tierische Produkte umfassend kennzeichnen - Verbraucherinnen und Verbraucher wollen Klarheit -

Heiner Schönecke (CDU):

Vielen Dank. - Herr Präsident! Herr Kollege Strümpel, Anspruch und Wirklichkeit, das passt oftmals nicht zusammen. Was die Trennungslinie angeht, dass Sie immer Tierwohl und Tierschutz für sich allein proklamieren, möchte ich Sie in diesem Zusammenhang doch einmal auf etwas hinweisen, was mir sehr zu denken gibt. Ich glaube, dieses Hohe Haus weiß, dass ich, gerade was Hühner anbelangt, wirklich zu den Praktikern gehöre und nicht zu den Theoretikern.

Sie haben hier dem Haus erklärt, was Sie noch verbessern wollen, und haben darauf verwiesen, was man alles mit den Hühnereiern machen kann. Die Praxis, die Sie selber leben, sieht aber ganz anders aus. Mir liegt hier das Marktdatenheft vom Biomarkt Niedersachsen vor, herausgegeben vom Kompetenzzentrum Ökolandbau. Die Liste der Aufsichtsratsmitglieder liest sich wirklich wie das „Who ist Who“ der niedersächsischen Ökobauern. Das ist so; das weiß ich. Ich kenne die Herren zum Teil. Die haben dieses Heft herausgegeben. Vorderseite: Hühner, Rückseite: Hühner. Wenn Sie Praktiker in Ihren Reihen hätten, dann hätten Sie sehr früh morgens schon beim Essen des Frühstückseis erkennen können, dass dort Hühner mit kupierten Schnäbeln abgebildet sind. Ich frage mich: Wie wollen Sie das denn noch abbilden, wenn nun schon unsere Biobauern mit kupierten Schnäbeln werben? Wie wollen Sie das denn alles noch auf die Hühnereier schreiben?